Rückblick Weinjahr 2025 – mit Markus Kanzinger

Regenfenster, rasante Lese und viel Teamgeist am Kaiserstuhl

Regenfenster, rasante Lese und viel Teamgeist am Kaiserstuhl

Zum Jahresende blicken wir mit unserem Vorstand und langjährigen Winzer Markus Kanzinger auf das Weinjahr 2025 zurück. Wie hat sich die Saison im Weinberg entwickelt? Welche Entscheidungen waren in der Lese entscheidend? Und worauf dürfen Sie sich im Glas freuen? Ein kompaktes Update – nah am Geschehen.

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13.01.2026
Allgemein, Über uns, Wein-ABC, Winzer-Geschichten

Drei Stichworte reichen Markus Kanzinger, um 2025 zu umreißen: durchschnittlicher Sommer, genügend Regen, rasante Lese. Die Vegetation blieb wettergetrieben, kleinere Hagelschäden traten lokal auf, ohne den Jahrgang insgesamt zu prägen. Ausschlaggebend war vielmehr die Blütephase: ungünstige Bedingungen führten in Teilen zu Verrieselungen, was die Erntemenge niedriger ausfallen ließ als erhofft.

Im August und September setzte viel Regen die Trauben unter Druck – die Folge: ein früherer Lesestart. Die geringeren Erträge hatten allerdings eine positive Kehrseite: reife, saubere Trauben. Die Ernte selbst verlangte viel Feingefühl und Tempo. Zwischen Schauern nutzten Kellerteam und Winzer:innen jedes trockene Zeitfenster, entschieden parzellenweise und mit hohem Selektionsgrad„Am Ende zählt, den optimalen Lesezeitpunkt zu treffen – und das ist uns gelungen“, fasst Markus zusammen.

Sensorisch kündigt sich ein Jahrgang mit Frische und klarer Frucht an, getragen von einer angenehmen Säure – vielseitig am Tisch, stimmig im Glas.

Mit dem Wechsel in der Geschäftsführung zu Marcel von den Benken verschoben sich während der Lese die Rollen spürbar: weniger direkte Steuerung, dafür großes Vertrauen in das Fachpersonal. Das habe sich bewährt, so Markus. Die Koordination zwischen Winzer:innen, Keller und Vertrieb funktionierte hervorragend – und die geforderte Flexibilität war in diesem herbstlichen „Regen-Takt“ besonders hoch.

Aus Sicht der Nachhaltigkeit bestätigt 2025 eine zentrale Lehre: früh hinschauen, klein beginnen, groß verhindern. Bei BodenLaubwandPflanzenschutzBewässerung und Leseorganisation gilt es, Hinweise rechtzeitig zu deuten. Wasser war dieses Jahr kein Engpass – 2026 kann das anders sein. Würde Markus eine Priorität setzen, wäre sie klar: „Die Gemeinschaft stärken – das ist die Stärke einer Genossenschaft.“

Auch ein persönlicher Moment bleibt: Nach zwei Tagen mit widrigen Bedingungen fühlte sich der letzte Schnitt der Lese besonders gut an – Erleichterung nach viel Einsatz. Einen konkreten Aha-Moment will Markus nicht festnageln; wichtiger sei, offen für Überraschungen zu bleiben. Auf welchen 2025er er sich besonders freut, entscheidet traditionell die Jungweinprobe im Januar.

Fazit: 2025 forderte Timing, Team und Tempo – und verspricht im Gegenzug frische, fruchtige Weine mit balancierter Säure. Ein Jahrgang mit klarer Handschrift vom Kaiserstuhl – wir freuen uns darauf, ihn mit Ihnen zu teilen.

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